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Ernährung
Leider werden viele Landschildkröten auch heute noch (trotz neuester Erkenntnisse) falsch ernährt. Dies hat auf Dauer grosse, gesundheitliche Auswirkungen. Oft wird aus Unwissen, aber auch auf Anraten von unerfahrenen Tierärzten oder Zoohandlungen falsch gefüttert.
Schildkröten werden weder mit Tomaten, Gurken, Fleisch, Milchbrötchen noch Fertigfuttersticks gefüttert!!!!
Eine artgerechte und naturnahe Ernährung sieht die Fütterung mit Wildkräutern vor. D.h. viele Kräuter, die wir als Unkraut bezeichnen, sind gerade richtig für die Ernährung. Am besten ist es, wenn die Futterpflanzen im ganzen Gehege gepflanzt werden und die Schildkröte sich so selbst versorgen muss. So haben sie Bewegung und bleiben aktiv.
Hier eine kleine Aufzählung verschiedener Wildkräuter: Wegwarte, Spitzwegerich, Malve, Knoblauchrauke, Wiesensalbei, Labkraut, Giersch, Löwenzahn, Margerite, Flockenblume, Kamille, Nachtkerze, Rainkohl, Hibiskusblüten.....
Sie können die Wildkräuter auf ungedüngten Wiesen und nicht stark befahrenen Strassen ausgraben und dann im Gehege pflanzen. Dazu hat sich das Handbuch “Was blüht denn da?” bewährt. Mit diesem Buch kann man auch unbekannte Pflanzen sicher bestimmen und das einpflanzen von giftigen Pflanzen verhindern.
Mittlerweile kann man auch Samenmischungen im Internet, z. B. bei der Samenkiste bestellen.
Ganz wichtig ist es, den Schildkröten immer frisches Wasser in einer flachen Badeschale anzubieten. Dazu eignet sich ein Keramikuntersetzer für Blumentöpfe.
Zur Kalziumversorgung dienen gestossene Eierschalen oder Sepiaschalen (das Harte der Schale muss vorher entfernt werden).
Diese Kalziumquellen müssen immer vorhanden sein, die Schildkröte frisst davon nach eigenem Bedarf.
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